Elysium

von stanleyhitchcock

Dieses Review wird wohl mein kürzestes Review. Warum? Der Film ist so wahnsinnig belanglos.

Das Set- und Sounddesign sind beeindruckend und allein aus dem Grunde lohnt sich der Film für Sci-Fi Fans.  Neil Bloomkamp bekommt es derzeit als einziger Regisseur hin, einigen frischen Input ins Science – Ficton Genre zu liefern, die vorallem aus Computerspielen wie „Halo“ oder „Mass Effect“ inspiriert sind. Außerdem wird hier auch eine Authentizität für die Physik der Raumschiffe und Waffen geschaffen, wie ich es selten in einem teuren Film gesehen habe. Es gibt also Hoffnung für das Science – Fiction Genre, dass dieses Jahr so langweilig und uninspriert einfallslos war wie schon lange nicht mehr vom Setdesign wie „After Earth“, „Oblivion“ und „Star Trek: Into Darkness“.

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Der Film gaukelt einem eine total komplexe Handlung vor, oben in einer Art großen Raumstation leben die reichen Menschen und auf der dreckigen Erde wohnen die armen und kranken Menschen. Anstatt diese zweifelsohne spannende Ausgangssituation weiter zu thematisieren, ist sie lediglich das Setting, mehr nicht.  Da war District 9 subtiler und auch komplexer, das wird wohl dem nahezu 4 -fachen Budget von Elysium geschuldet sein. Denn letztendlich ist es ein reines Blockbusterkino, dass sich von Plotpoint zu Plotpoint hangelt. Ohne Überraschung und Tiefpunkt. Leider auch ohne zu fesseln, letztendlich ist es dem Zuschauer egal wie die Geschichte ausgeht. Der Zuschauer fiebert nur bei den visuell herrlichen Actionszenen mit und das ist den optischen Spielereien zu verdanken. Außerdem ist der Film überraschend brutal gehalten, dadurch hat er einige überraschende realistische Einstellungen bei den Kampfszenen.

Der Schauspieler Sharlto Copley (Hauptdarsteller von „District 9“)  hat die einprägsamsten Szenen und stiehlt den großen Schauspielern die Show. Er spielt einen psychopathischen, illegalen Geheimagent, der dauernd seine Gegner übel beschimpft, brutal ist und ein riesiges Ego besitzt. Matt Damon und Jodie Foster spielen sicherlich nicht schlecht, leider gibt ihnen das Drehbuch, aber keine Chance von ihrem schauspielerischen Können Gebrauch zu machen. Überraschend mies ist die Musik vom Neuling Ryan Amon, sie ist wie der ganze Film einfach belanglos und teilweise wahnsinnig fehl am Platze vom Timing her.

Insgesamt lohnt sich der Film aufgrund der frischen Science – Fiction Optik, des Charakters von Sharlto Copley und der interessanten Actionszenen. Der Film macht Spaß für einen netten Kinoabend, ist aber auch wieder schnell vergessen und vom großen Mitfiebern kann hier nicht die Rede sein. Schon gar nicht ein ähnlich guter Film wie „District 9“.

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