„Das ist das Ende“

von stanleyhitchcock

„Das ist das Ende“ gelingt etwas wirklich famoses, der Film schafft den Spagat zwischen flachen Wichswitzen bis hin zu cleveren Wortduellen, komischerweise zündet nahezu jeder Gag. Das funktioniert so gut, weil die Schauspielerriege so gut gewählt ist, die Schauspieler spielen sich selbst. Besonders James Franco („127 Hours“), Michael Cera („Juno“) und Seth Rogen („Moneyball“)  brillieren, und zeigen wie selbstironisch sie ihre eigenen Klischees in ein pures Gagfeuerwerk verwandelt. Dabei werden alle Register gezogen und selbst  Grenzen übertreten, die teilweise einen gewissen Realismusgehalt besitzt z.B. die Frage, was ist eigentlich Etikette, wenn bei einer Apokalypse eine Frau sich mit 6 Männern ein Haus teilt. Diese Frage durch einen wundervolle Dialog beantwortet, der so verrückt wie auch witzig ist. Denn im Grunde wird im Denkmantel des Humors  gezeigt, wie schlecht Menschen ihren niedrigen Instinkten verfallen, wenn es zum Notstand kommt.

this-is-the-end-photo-1

Einzig der Mittelteil streckt sich etwas und hätte gut und gerne um 5 bis 10 Minuten gekürzt werden können. Was übrigens sehr überraschend bei der Komödie ist, welche tollen Effekte hier geliefert werden. Sie werden aus einem praktischen Grund geliefert, um das Szenario authentisch zu halten und das hält „Das ist das Ende“ voll ein. Außerdem ist die musikalische Untermalung  super, meist durch kultige Pop- und Rockklassiker der letzten 30 Jahre.

Diese Komödie macht so viel Spaß wie es Kinofilme selten machen können. In meiner Vorstellung hat das Kinopublikum an den richtigen Stellen gelacht, aber nicht nur gelacht, sondern der Saal tobte regelrecht voller Freude und Spaß am Film. Für jede war etwas dabei. Als am Ende einer meiner persönlichen Lieblingssongs der Neunziger Jahre in den Pophimmel erhoben wird, war es völlig um mich geschehen. Der ganze Kinosaal sang mit. Der Film hat das Zeug dazu, noch Jahre nachdem Release wundervolle, lockere Filmabende zu begeistern.

Advertisements